Google-Strafzahlung konstruktiv nutzen!

SUMA-EV fordert von der EU-Kommission, die 2,5 Mrd. EUR Strafzahlung von Google für den Aufbau eines eigenen europäischen Webindex zu nutzen. Als Basis einer europäischen Daten-Infrastruktur. Als Antrieb und Motor einer neuen Startup-Kultur.

Wissenschaftler haben dazu bereits ein erstes Open-Web-Index-Konzept erarbeitet

Zur Entscheidung von EU-Wettbewerbskommssarin Margrethe Vestager, die Bevorzugung eigener Ergebnisse durch Google mit einer Strafe von 2,5 Mrd. Euro zu belegen, erklärt der geschäftsführende Vorstand des SUMA-EV, Wolfgang Sander-Beuermann:

1) Die Entscheidung ist eine Zäsur. Europa zeigt, dass es Monopole auch in Zeiten der Plattformökonomie zur Einhaltung wettbewerblicher Spielregeln zwingen kann.

2) Sanktionen sind allerdings nur eine erste Maßnahme. Besser als Monopole in langwierigen Verfahren zu bestrafen, ist es, Vorkehrungen für Wettbewerb im Regime der europäischen Datenschutzgrundverordnung zu organisieren.

3) Notwendig ist ein Neustart mit innovativen Konzepten auf Basis eines datensensiblen offenen Web-Index.

4) Mit dem Konzept des OPEN-WEB-INDEX (http://openwebindex.eu) haben europäische Wissenschaftler und Akteure ein erstes Rahmenkonzept vorgelegt.

5) Ein offener Web-Index nach Maßgabe der europäischen Datenschutzgrundverordnung vermeidet den Wettbewerbsnachteil einer "öffentlich organisierten Suchmaschine". Stattdessen schafft er eine Plattform, auf der kreative und datenbewußte Startup Enterpreneure und datenschutzsensible Unternehmen aufsetzen und gänzlich neue Internet-Services und Geschäftsmodelle entwickeln können.

5) Europa ist stark. Wir wollen den Wettbewerb der Ideen, Konzepte und Geschäftsmodelle zum Nutzen der Verbraucher und der Gemeinschaft.

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