{"id":932,"date":"2019-03-23T09:53:15","date_gmt":"2019-03-23T08:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/beta.suma-ev.de\/?p=932"},"modified":"2021-10-11T15:43:03","modified_gmt":"2021-10-11T15:43:03","slug":"generationswechsel-bei-metager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/suma-ev.de\/en\/generationswechsel-bei-metager\/","title":{"rendered":"Generationswechsel bei MetaGer"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Generationswechsel bei MetaGer<\/h2>\n\n\n<p>Sicherlich kennen Sie diese Empfehlung auch: Jeder Text, der beim Leser ankommen soll, m\u00fcsse mit einer GUTEN Nachricht beginnen. Trotzdem mache ich es nun mal umgekehrt. Denn schon immer &#8230; habe ich den Tag gehasst, an dem ich in einem Alter oberhalb der 70 Lebensjahre diesen Text, den Sie gerade lesen, schreibe. Das war die schlechte Nachricht. Nun aber kommt die gute: ich habe bemerkt, dass dieser Tag des Generationswechsels gekommen ist. Egal, von welcher Seite er betrachtet wird: irgendwann kommt dieser Tag. Selbst dann, wenn man es nicht bemerkt, was auch nicht selten ist, aber viel schlimmer w\u00e4re.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist es mehr als 25 Jahren her, dass ich &#8211; damals noch als halbwegs junger Mann im Rechenzentrum der Uni Hannover &#8211; anfing, mich um das Internet und die Suchmaschinen zu k\u00fcmmern. Bevor ich mich verabschiede, m\u00f6chte ich, wenn Sie m\u00f6gen, zusammen mit Ihnen nochmal in diese Vergangenheit eintauchen. Denn um die Zukunft einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, muss man erstmal die Vergangenheit kennen.<\/p>\n<p>Das Internet war damals noch brandneu in Deutschland, und mir war sofort klar, welches gewaltige Potenzial sich damit \u00f6ffnet. Auch wenn die meisten Menschen, auch die Fachleute in der IT, dies zu der Zeit noch kaum wahrhaben wollten oder konnten. Eine meiner ersten Taten war es, eine Liste aufzuschreiben, wie man an diesem neuen Netz teilnehmen kann. Daraus entstand die &#8222;FAQ: Internet-Zugaenge in Deutschland&#8220;; sp\u00e4tere Exemplare davon finden sich noch immer im Netz (z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.faqs.org\/faqs\/de-inet-zugang\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.faqs.org\/faqs\/de-inet-zugang\/<\/a>).<\/p>\n<p><b>Geschichte\/n des Internet <\/b><\/p>\n<p>Nie werde ich in diesem Zusammenhang meinen Anruf bei der Firma IBM in ihrer damaligen Filiale in Hannover vergessen. Ich wollte IBM in meine Liste der Firmen, die Internet-Anschluss anbieten, aufnehmen. Also fragte ich telefonisch an, ob und wie bei IBM ein Zugang zum Internet erh\u00e4ltlich sei. Die Antwort werde ich ebenfalls nie vergessen: &#8222;Internet, was soll das denn sein?? Davon haben wir hier noch nie geh\u00f6rt.&#8220; Das war sicherlich einer der gr\u00f6\u00dften Fehler von IBM &#8211; folgerichtig kreiste Jahre sp\u00e4ter kurzzeitig sowas wie ein &#8222;Pleitegeier&#8220; \u00fcber dem Dach dieser Weltfirma. Wie auch immer: IBM erholte sich davon und ich von meinem Schock \u00fcber diese Antwort ebenfalls.<\/p>\n<p>Dann kam die Sache mit den Suchmaschinen. Als das Internet in Deutschland um das Jahr 1995 noch ziemlich neu war, gab es bereits eine (damals) &#8222;gro\u00dfe&#8220; Suchmaschine: die \u00c4lteren unter den Lesern dieses Aufsatzes werden sich an den Namen &#8222;Altavista&#8220; erinnern. Es war die erste Suchmaschine, welche ernsthaft versuchte, die gesamten Texte des damaligen Internets zu verschlagworten und \u00fcber Datenbankabfragen f\u00fcr alle Menschen zug\u00e4nglich zu machen. F\u00fcr diese Vorgehensweise wurde das Wort &#8222;Suchmaschine&#8220; gepr\u00e4gt. Ein gewaltiges Unterfangen war es damals! Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Vortrag im Jahre 1995 zum ersten deutschen &#8222;Multimedia-Kongress&#8220; in Heidelberg: ein Mitarbeiter von Altavista verk\u00fcndete stolz, dass diese Suchmaschine die damals unfassbare Menge von 30 Millionen Webseiten indexiert hat!<\/p>\n<p>Altavista wurde betrieben von der Firma Hewlett-Packard\/HP in Palo Alto, Kalifornien, und galt als &#8222;Flagschiff&#8220; des Internets. Daneben sprossen viele kleine und kleinste Suchmaschinen und -maschinchen: Hotbot, Kolibri und Excite &#8211; vielleicht erinnert sich der eine oder die andere an solche und \u00e4hnliche Namen; wie w\u00e4re es z.B. angefangen bei &#8222;A&#8220; mit Abacho, Aladin oder bis zum &#8222;W&#8220; und dem &#8222;World Wide Web Wanderer&#8220;? Kennt diese Namen heute noch jemand?<\/p>\n<p><b>Die Sache mit den Suchmaschinen <\/b><\/p>\n<p>Mir fiel damals vor allem auf, dass es in Deutschland praktisch kaum etwas gab, was mit den US-Entwicklungen mithalten konnte. Nach zwei Jahren Erziehungsurlaub war ich im Fr\u00fchjahr 1995 gerade zur\u00fcck ins Rechenzentrum der Uni Hannover gekommen. In der Zeit des Erziehungsurlaubs hatte ich, neben etlichen Aufs\u00e4tzen in den Computerzeitschriften des Heise Verlags, vor allem in der iX, auch ein Buch im Addison-Wesley Verlag ver\u00f6ffentlicht: &#8222;Internet: kurz und f\u00fcndig&#8220;. Das W\u00f6rtchen &#8222;f\u00fcndig&#8220; deutet schon eine inhaltliche N\u00e4he zum &#8222;Suchen und Finden&#8220; an. Die erste Auflage dieses Buches durfte ich mit dem Einverst\u00e4ndnis des Verlags auch ins Internet stellen; dort steht es noch heute unter der Adresse: <a href=\"https:\/\/metager.de\/wsb\/buecher\/inet\/all-inet.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/metager.de\/wsb\/buecher\/inet\/all-inet.html<\/a>.<\/p>\n<p>In dem Buch hatte ich, zusammen mit dem US-Amerikaner Scott Yanoff, eine Liste von Internet-Adressen verarbeitet, die das Ziel hatte, die Inhalte des damaligen Netzes alphabetisch geordnet und komplett zu erfassen. Diese Liste nannte sich die &#8222;Updated Internet Services List&#8220;. Das reichte von &#8222;A&#8220; wie &#8222;Agricultural Info&#8220; bis &#8222;W&#8220; wie &#8222;world-wide-web&#8220;, was es damals noch kaum gab. Es war eine Art allererste Such&#8220;maschine&#8220;. Aber sie war noch komplett zusammengestellt von einem _Menschen_, dem US Amerikaner Scott Yanoff, anstatt von einer Maschine.<\/p>\n<p>Als ich also voller Tatendrang 1995 zur\u00fcck ins Rechenzentrum der Uni Hannover kam, fragte mich mein damaliger Chef, ob ich mich der gerade neu aufkommenden Webserver in der Uni annehmen wolle. Ich hatte noch keine Ahnung, wie ein Webserver funktioniert, &#8211; nahm das Angebot aber gern an. Einer der ersten Server unter meinen Fittichen wurde der zentrale Webserver der Uni Hannover: <a href=\"http:\/\/www.uni-hannover.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.uni-hannover.de<\/a>. In der Uni gab es damals insgesamt ungef\u00e4hr 10 weitere Webserver von universit\u00e4ren Einrichtungen; das waren vornehmlich die Informatik- und technischen Institute. Auf jedem dieser Server gab es interessante Seiten zu entdecken, aber mir fiel auf: es gab keine M\u00f6glichkeit auf schnelle und einfache Art in ALLEN Servern etwas zu suchen. Viele Webserver hatten zwar f\u00fcr die Suche bereits eine Texteingabebox, mit der dann auf genau diesem Server gesucht werden konnte; aber das musste dann 10 mal geschehen, wenn man in der Uni Hannover etwas finden wollte. Dieses &#8222;Inhalte h\u00e4ndisch zusammenzustellen&#8220;, w\u00e4re eine endlose und unm\u00f6glich zu leistende Sysiphus-Arbeit gewesen.<\/p>\n<p>Also fragte ich im damaligen Usenet\/News (ein heute den meisten unbekannter Teil des Netzes, eine Art &#8222;dezentrales Facebook&#8220;), ob es daf\u00fcr eine Software g\u00e4be, mit der \u00fcber viele Webserver gleichzeitig gesucht werden k\u00f6nne. Die Antwort kam von einem studentischen Hilfsassisten aus Konstanz am Bodensee: ja, diese Software gibt es, und sie hei\u00dft treffenderweise &#8222;Harvest&#8220;, weil sie die Inhalte eines oder mehrerer Webserver erfasst, und \u00fcber eine abfragbare Datenbank zug\u00e4nglich macht. Sie erm\u00f6glicht damit die &#8222;Ernte&#8220; (engl. &#8222;harvest&#8220;) der Server-Texte. Mit diesem meinem neuen Wissen ging dann in der Uni Hannover die wahrscheinlich erste deutsche Uni-komplett-Suchmaschine im Verlaufe des Jahres 1995 in Betrieb.<\/p>\n<p>Daneben gab es, wie oben beschrieben, im damals jungen Internet bereits zahlreiche weiterer Suchmaschinen (Google gab es noch nicht). Ein Jahr sp\u00e4ter, 1996, fiel mir auf, dass es das gleiche Problem wie mit den Webseiten von Webservern, auch mit den Suchmaschinen des Internet gibt: um etwas zu finden musste man viele nacheinander abfragen. Bei einem Mittagessen mit einem Ingenieur auf der Cebit 1996 vertieften wir dieses Thema: es m\u00fcsse doch m\u00f6glich sein, diese vielen Suchmaschinen unter einem Dach zusammenzufassen! Ich hatte auch ziemlich bald eine Idee, wie das technisch umsetzbar w\u00e4re &#8230; lie\u00df dann Cebit CeBIT sein, fuhr nach dem Mittagessen nach Hause, und programmierte den ersten einfachen Prototypen, der die damals vorhandenen Suchmaschinen des Internet abfragte, und deren Ergebnisse zusammenfasste. Ich fand dann heraus, dass so etwas &#8222;Meta-Suchmaschine&#8220; genannt wird (&#8222;meta&#8220;= griechisch &#8222;\u00fcber&#8220;), da es sich um eine &#8222;\u00fcber&#8220;-geordnete Suchmaschine handelt. Das war die Geburtsstunde von MetaGer (die Einzelheiten dieser Geschichte k\u00f6nnen Sie in einem anderen Text nachlesen: <a href=\"https:\/\/suma-ev.de\/en\/interview-zur-historie-von-metager\/\">https:\/\/suma-ev.de\/interview-zur-historie-von-metager\/<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr kurze Zeit dachte ich tats\u00e4chlich, wir in der Uni Hannover h\u00e4tten eine neue Art von Suchmaschine erfunden. Bis wir bemerkten, dass die Kollegen in den USA, in der University of Washington, uns ca. einen Monat voraus gewesen waren, und einen von ihnen so genannten &#8222;MetaCrawler&#8220; erfunden hatten, der sehr \u00e4hnlich funktionierte. Wir fokussierten uns daher auf den deutschsprachigen Teil des Internets; daher auch der Name MetaGER (f\u00fcr &#8222;GERmanien&#8220; oder germanisch: GER = Speer, der das im &#8222;Heuhaufen gesuchte herausspie\u00dft&#8220;).<\/p>\n<p><b>MetaGer bekommt eine neue Heimat <\/b><\/p>\n<p>Oben hatte ich kurz von &#8222;meinem Buch&#8220; erz\u00e4hlt (&#8222;Internet: kurz und f\u00fcndig&#8220;). Um das Jahr 2000 machte sich in Deutschland ein anderer Autor (Helmut Neumann) an ein ganz anderes Buch: &#8222;Das Lexikon der Internetpioniere&#8220;. Da meine Internet-Zugangs-FAQ schon recht bekannt und MetaGer die ersten Schritte zur Bekanntheit bereits erfolgreich gegangen war, fragte der Autor Helmut Neumann auch bei mir an. So bin ich seitdem mit einem Kapitel in diesem Buch vertreten. In dem Buch finden sich viele bekannte und ber\u00fchmte Namen aus der Gr\u00fcnderzeit des Internet und ihre pers\u00f6nlichen Geschichten in Kurzform. Ich hatte die Ehre und die Freude viele davon auf Kongressen, bei Vortr\u00e4gen oder auf Reisen in das &#8222;Mutterland des Internet&#8220;, die USA, pers\u00f6nlich kennenzulernen.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz wurde ich jedes Jahr um genau ein Jahr \u00e4lter &#8230; und als davon 65 erreicht waren, stand meine Pensionierung an. Damit war die Frage akut &#8222;wie geht es weiter mit MetaGer?&#8220; Im Jahre 2004 hatte ich mit Mitstreitern, vor allem aus der Uni Hannover &#8222;in weiser Voraussicht&#8220;, wie ich heute sage, einen Suchmaschinen-Verein gegr\u00fcndet: den &#8222;SUMA-EV &#8211; Verein f\u00fcr freien Wissenszugang&#8220;. Da in der Uni Hannover damals kein Interesse an MetaGer bestand, konnte ich es mitnehmen und unter dem Dach dieses gemeinn\u00fctzigen Vereins weiter betreiben. F\u00fcr den SUMA-EV mieteten wir im Zentrum von Hannover B\u00fcror\u00e4ume an, und MetaGer wurde fortan von dort weiter entwickelt, betrieben und gemanaged. Da wir mit der Werbung auf MetaGer auch etwas Geld verdienten, konnten wir uns auf die Suche machen, um Mitarbeiter, vor allem studentische, einzustellen; ich kannte diese Vorgehensweise aus der Uni. Gl\u00fccklicherweise gelang das und noch vieles andere mehr: Dass es MetaGer weiterhin gibt, verdanken wir nur dem Gl\u00fcck, dass wir so hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter gefunden haben und einstellen konnten!<\/p>\n<p>MetaGer war damit aus der Uni Hannover &#8222;outgesourced&#8220;, und wurde ab dem 1.10.2012 in den B\u00fcror\u00e4umen des SUMA-EV in der R\u00f6selerstra\u00dfe 3 im Zentrum von Hannover betrieben. Von da an ging es wieder steil bergauf mit MetaGer. Als &#8222;Antriebskraft&#8220; kam der &#8222;Snowden-Effekt&#8220; dazu; j\u00fcngere Leser dieses Aufsatzes, denen der Name &#8222;Snowden&#8220; kein Begriff mehr ist, finden die Einzelheiten auf Wikipedia: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edward_Snowden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edward_Snowden&#8220;<\/a>. Wir hatten Datenschutz und Privatsph\u00e4re schon immer ganz oben auf unserer Werteskala und mit MetaGer nun das Instrument, um das alles auch in der Praxis des Netzes umzusetzen.<\/p>\n<p>In dieser Zeit bekam ich auch eine Anfrage eines Wikipedia-Autors, ob ich etwas dagegen h\u00e4tte, wenn er \u00fcber mich einen Wikipedia-Eintrag schreibt. Ich hatte nat\u00fcrlich nichts dagegen, und seitdem gibt es <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Sander-Beuermann\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Sander-Beuermann<\/a><\/p>\n<p><b>Sport ist gesund, oder? <\/b><\/p>\n<p>Mittlerweile war ich deutlich \u00e4lter geworden, was mir zwar nicht gefiel, aber im Leben nun mal so geschieht. Mit Ende 20 hatte ich begonnen, regelm\u00e4\u00dfig Sport zu machen. Der Grund lag zun\u00e4chst nur darin, um im Urlaub in mein weiteres Hobby, den Tauchsport, immer sofort ohne Verz\u00f6gerung und mit voller Kraft eintauchen zu k\u00f6nnen. Im Laufe der Jahre fiel mir auf, dass dieser Sport nicht nur gut zum Tauchen ist, sondern generell das Lebensgef\u00fchl zum Positiven wendet und meine Lebensqualit\u00e4t wesentlich bereichert.<\/p>\n<p>Oberhalb meines dann fortgeschrittenen Lebensalters von 65 Jahren fiel mir sodann auf, dass mir &#8222;mein Sport&#8220; zunehmend schwerer fiel. Als ich mit Ende 20 damit begann, war ich kaum in der Lage, 5 Liegest\u00fctze durchzuhalten. Daraus habe ich mich dann im Laufe der Jahre auf 120 &#8222;hochgearbeitet&#8220;. Dass das nun nicht mehr gehen sollte, wollte mir partout nicht einleuchten; also erh\u00f6hte ich meine Liegest\u00fctz-Pensum auf 220. Das war zun\u00e4chst auch kein Problem. Aber als ich die 70 erreicht hatte, fiel es mir immer schwerer. Dann sinnvollerweise einfach weniger zu machen, kam f\u00fcr mich in meinem Jugendwahn nicht infrage.<\/p>\n<p>Das ging bis zu einem Tag, den ich nun nie vergessen werde: am 7.11.2017 bemerkte ich, dass etwas in meinem Kopf passiert war; ich blieb nach dem 220-ten Liegest\u00fctz einfach auf dem Boden liegen, und schaffte es mit keiner Macht der Welt, wieder hochzukommen. In meinem Kopf war ein Blutgef\u00e4\u00df geplatzt; ich hatte eine Hirnblutung bekommen, deren Wirkung einem Schlaganfall gleicht. Der Rest ist die f\u00fcrchterliche &#8222;medizinische Routine&#8220;: Notarzt, Krankenwagen, Monate in verschiedenen Krankenh\u00e4usern und Reha-Einrichtungen. Ohne die stete Hilfe meiner Frau, die mich in den medizinischen Einrichtungen begleitete, h\u00e4tte ich dies alles nur als dauerhaft Behinderter und im Rollstuhl \u00fcberlebt. In dieser Zeit konnte ich zeitweise nicht sprechen, auch dem Krankenhauspersonal nichts mitteilen: Wenn dann meine Frau nicht dabei gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte auch die ganze Kunst der Medizin nichts genutzt.<\/p>\n<p>Das genannte Datum &#8211; den 7.11. &#8211; werde ich auch aus zwei weiteren Gr\u00fcnden nie vergessen: es ist mein umgekehrtes Geburtsdatum (=11.7.) und es ist der Todestag meiner Mutter. Ob das nun einfach Zufall und eine &#8222;Laune der Natur&#8220; ist, oder ob ein tieferer Sinn dahinter steht, kann und will ich nicht beurteilen. Man k\u00f6nnte spekulieren, was eine &#8222;Umkehrung der Geburt&#8220; bedeutet, aber als Ingenieur bleibe ich erstmal bei den Fakten.<\/p>\n<p>Trotz aller Kunst der Medizin habe ich auch jetzt immer noch starke Einschr\u00e4nkungen. Das geht von mangelnder Konzentrationsf\u00e4higkeit \u00fcber Sprechst\u00f6rungen bis hin zu Gleichgewichtsproblemen. Daher ist es nicht sinnvoll, dass ich weiterhin in leitender Funktion f\u00fcr SUMA-EV und MetaGer aktiv bin &#8211; das k\u00f6nnen J\u00fcngere nun besser. Ich habe daher die Verantwortung und das Amt als Vorstand und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des SUMA-EV ab dem 1. Februar 2019 an J\u00fcngere abgegeben, denen ich \u00fcberaus &#8222;gl\u00fcckliche H\u00e4nde&#8220; w\u00fcnsche!<\/p>\n<p><b>Wie es weiter geht<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr einen erweiterten perspektivischen Blick in die Zukunft der Suchmaschinen ist es heute noch nicht der richtige Tag &#8211; das sind zu viele Fragen auf einmal. Zuerst mal ist MetaGer sowas wie mein Lebenswerk. Es gibt sie l\u00e4nger im Netz als Google, und sie hat Dutzende von anderen Suchmaschinen \u00fcberlebt. Oder erinnern Sie sich etwa noch an die teilweise skurrilen Namen am Schlu\u00df des ersten Kapitels dieses Textes, der &#8222;Geschichte des Internet&#8220;?<\/p>\n<p>Hinter MetaGer stehen die Menschen, die sie betreiben und weiter entwickeln. Es geht um mehr, als um&#8217;s Geldverdienen. Es geht um die Ideale der Demokratie und des fr\u00fchen Internet: Information und Wissen m\u00fcssen frei und f\u00fcr alle Menschen verf\u00fcgbar sein! Nur dann kann sich eine Gesellschaft positiv entwickeln. Das Internet darf nicht als &#8222;Maschine zum Gelddrucken&#8220; verkommen. Sondern es soll den Menschen erm\u00f6glichen, die Ideale von Demokratie und Freiheit auch digital zu leben. Weder staatliche \u00dcberwachung, noch Gro\u00dfkonzerne d\u00fcrfen die Menschen darin g\u00e4ngeln oder \u00fcberwachen. Die MetaGer-Software haben wir daher in den letzten Jahren konsequent zu \u00fcberwachungsfreier Open-Source entwickelt. Denn nur Software, die von jedem nachpr\u00fcfbar ist, kann die Anspr\u00fcche an \u00dcberwachungsfreiheit wirklich erf\u00fcllen. Die pure Behauptung eines Betreibers, &#8222;dass er sowas nicht tue&#8220;, ist ganz nett, vielleicht sogar wahr, aber inhaltsleer.<\/p>\n<p>Ergebnisse einer Suchmaschine sollten unabh\u00e4ngig von kommerziellen Interesssen sein. Anders als bei allen anderen mir bekannten Suchmaschinen ist der Tr\u00e4gerverein von MetaGer, der SUMA-EV, ein eingetragener und gemeinn\u00fctzig anerkannter Verein. W\u00e4re die Tr\u00e4gerorganisation hingegen ein normales, gewinnorientiertes Unternehmen, dann w\u00e4re das prim\u00e4re Interesse dieser Suchmaschine immer der Profit.<\/p>\n<p>Die Voraussetzungen f\u00fcr eine digitale Zukunft mit MetaGer sind somit bestens: hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Mitstreiter, die unsere gemeinsamen Ideale tragen, weiterentwickeln und in Technik umsetzen. Als Voraussetzung dazu konnten wir in den vergangenen Jahren eine solide Finanzierungsbasis schaffen und festigen. Meine Bitte und mein Appell zum Schluss richtet sich an alle Menschen, die diesen Text zum &#8222;Generationswechsel bei MetaGer&#8220; lesen: <b>bitte setzen Sie sich auch in der digitalen Zukunft stets f\u00fcr diese Werte ein: freier Wissenszugang, Privatsph\u00e4re und Schutz der Menschen vor Datenkraken JEDER Art!<\/b><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht auch unter:<br \/><a href=\"https:\/\/www.password-online.de\/?wysija-page=1&amp;controller=email&amp;action=view&amp;email_id=633&amp;wysijap=subscriptions\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.password-online.de\/?wysija-page=1&amp;controller=email&amp;action=view&amp;email_id=633&amp;wysijap=subscriptions<\/a> und<br \/><a href=\"https:\/\/www.password-online.de\/?wysija-page=1&amp;controller=email&amp;action=view&amp;email_id=635&amp;wysijap=subscriptions\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.password-online.de\/?wysija-page=1&amp;controller=email&amp;action=view&amp;email_id=635&amp;wysijap=subscriptions<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Generationswechsel bei MetaGer Sicherlich kennen Sie diese Empfehlung auch: Jeder Text, der beim Leser ankommen soll, m\u00fcsse mit einer GUTEN Nachricht beginnen. 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