
Termine/ Themen/ Aktivitäten
Di.Day – Digital Independence Day Der Di.Day ist ein aktuelles Aktionsevent rund um digitale Selbstbestimmung. Der immer am ersten Sonntag eines Monats stattfindende Tag soll daran erinnern, wie wichtig Privatsphäre, Transparenz und Wahlfreiheit in der digitalen Welt sind. Der Tag wurde ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für unabhängige, faire und offene Technologien zu stärken und Menschen zu empowern, sich kritisch mit digitalen Angeboten auseinanderzusetzen. Unterstützt wird er von Organisationen, Initiativen und Mitarbeitenden aus dem Bereich Datenschutz, Zivilgesellschaft, Digitalkommunity und Bildung, die sich für eine offene, unabhängige digitale Infrastruktur einsetzen.
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Da wir immer wieder gefragt werden, warum wir keinen eigenen Email-Dienst anbieten, möchten wir Sie an dieser Stelle auf Tuta Mail als eine ausgefallene Alternative zu herkömmlichen Email-Diensten hinweisen. Denn eins ist klar: selber anbieten können wir das nicht.
Wir machen keine Werbung mehr, aber diese eine Ausnahme in Form einer Zusammenarbeit soll es geben, weil uns das Produkt gefällt, wir Email wichtig finden und Tuta Mail werbefrei ist. Wenn Sie den unten stehenden Link benutzen, weiß man dort, dass Sie von unserer Seite kommen.
Wie Sie wissen, sind uns einige Sachen sehr wichtig:
- Da wäre der Datenschutz.
- Da wären die Kosten. Wie finanziert sich ein Dienst? Wenn er kostenlos ist, wie kommt das? Wo liegen die Daten gegebenenfalls?
- „Verschlüsselung / Privatsphäre“: hat man dort schon mal davon gehört?
- Werden Alternativen unterstützt? Tuta Mail bietet neben der App auch einen Desktop Client für Linux an.
- Und dann wäre da noch: Tuta Mail wird in Hannover auf dem Hinterhof gemacht. Wie es sich gehört.
Wir möchten an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, sondern Sie auffordern, sich da selbst ein Bild zu machen.
Open Web Index:
Wir können nur digital unabhängig sein, wenn die digitale Infrastruktur unabhängig ist. Aus diesem Grund wurde der Aufbau eines Open Web Index von der EU finanziert. In mehreren Jahren flossen 8,5 Millionen Euro aus dem Horizon-Programm in das Projekt. Doch jetzt wurde die Förderung beendet. Doch ohne Übergangs-Fördermittel wird die aufwändige Pflege des aufgebauten Index schwierig. Natürlich wird nun alles getan, damit das Projekt weiter bestehen kann, aber diesen Bemühungen sind Grenzen gesetzt.
Ein eigener Index reduziert die Abhängigkeit von großen Anbietern. Mit eigener Datenstruktur lassen sich eigene Suchdienste, KI-Anwendungen oder Suchfunktionen entwickeln – ohne an die Indizes der Großen gebunden zu sein.
Denn verlässt man sich nur auf wenige globale Suchmaschinen bzw. Indizes, hat dies gravierende Folgen: Wenn wenige Indizes steuern, was sichtbar ist, führt das zu einer Machtkonzentration, die wir nicht tolerieren sollten. Die Zensur- und Manipulationsrisiken sind groß, Inhalte können bevorzugt oder gelöscht werden. Wenn es bei den großen Anbietern Rechtsstreitigkeiten gibt, stört das ebenfalls den freien Zugang zu Wissen und Informationen.
Deshalb braucht Europa mehrere, unabhängige Initiativen basierend auf dem Open Web Index statt einer Abhängigkeit von US-Plattformen.