Stellungnahme MetaGer: unsere Präsenz in sozialen Netzwerken

Stellungnahme MetaGer: unsere Präsenz in den sozialen Netzwerken

Ein paar Worte zu der immer wieder mal kritisierten Präsenz MetaGers in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook, die auch bei uns intern natürlich Anlass für Diskussionen war und ist.

Tatsächlich ist uns damals die – von der Migliederversammlung gebilligte – Entscheidung nicht leicht gefallen, auf Facebook und Twitter mit einem Account vertreten zu sein. Eigentlich widerspricht die Nutzung dieser Plattformen unseren Grundsätzen. Aber wir sehen im Augenblick nicht, wie wir uns mit Reichweite am Diskurs über Datenschutz und Privatsphäre beteiligen sollen, wenn wir diese Kanäle, die inzwischen als allgemeine öffentliche Infrastruktur gelten können, nicht nutzen.

Insbesondere Twitter ist diesbezüglich ein Ort, an dem wir uns vernetzen, an spannenden Diskussionen beteiligen, aber vor allem auch auf uns aufmerksam machen können. Twitter ist für uns eine Möglichkeit, sicherzustellen, dass auch Menschen von MetaGer erfahren, die keinen Bezug zu Netzpolitik und Datenschutz haben. Wir können mit geringem Aufwand Eigenwerbung – und Werbung für privatsphärenrelevante Alternativen allgemein – machen.

Dass damit letztlich die Unterstützung der großen, datensaugenden Netzwerke einher geht, ist selbstredend ein Problem. Deshalb wollen wir parallel dazu auch die alternativen Strukturen unterstützen und sind aus diesem Grund neuerdings im Fediverse zu finden: auf Mastodon. Inzwischen ergibt sich auf dieser Twitter-Alternative ein reger Austausch, den wir sehr erfreulich finden.

Jedoch beteiligen sich dort nach wie vor eher Personen und Organisationen, die technisch affin und dem Privatsphärengedanken prinzipiell aufgeschlossen sind. Und die uns meist ohnehin kennen. Unser Ziel der Reichweitenvergrößerung und Informationsvermittlung ist allein mit einer Aktivität im Fediverse leider nicht zu erreichen. Auch kein Diskurs, der über unsere kleine „Bubble“ hinaus reicht. Deshalb werden wir insbesondere unseren Twitter-Account noch eine Weile beibehalten.

Es wäre schön, hier konsequenter und idealistischer agieren zu können. Aber wir müssen, um unsere Ideale zu verbreiten und unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, leider einen gewissen Pragmatismus an den Tag legen. Da geht es uns nicht anders als den anderen Akteuren der „Datenschutzszene“, die – neben einer Präsenz im Fediverse – ebenfalls zum größten Teil auf den großen sozialen Netzwerken zu finden sind.

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Seit 2013 arbeite ich für den SUMA-EV im Bereich Social-Media, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Vor meiner Tätigkeit beim SUMA-EV habe ich kreatives Schreiben für Kinder unterrichtet und als Autorin gearbeitet.
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