Geförderte Arbeiten

Masterarbeit von Jens Gäbeler

„Entwicklung einer Steuerungskomponente zur Priorisierung von Aufträgen für verteilte Webcrawls“

Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist die Erstellung einer zentralisierten Steuerungskomponente, die innerhalb eines verteilten Web-Crawling-Systems agiert und unterschiedliche Strategien zur Pri- orisierung und Partitionierung von URLs und Domains einsetzen kann.

Mithilfe einer systematischen Literaturanalyse werden existierende Strategien gesammelt und katego- risiert. In einer prototypischen Umsetzung werden die Grundfunktionalitäten der Steuerungskom- ponente und eine Auswahl der ermittelten Strategien implementiert. Ausgehend von der Steuerungs- komponente wird ein Testsystem mit den relevanten Web-Crawling-System-Komponenten URL- Datenbank, verteilte Fetcher-Simulatoren und Ergebnissammler erstellt. Eine Teststeuerung erprobt die Ausführung der Strategien im Testsystem. Die Erprobung erfolgt auf den in der Arbeit erarbeite- ten Metriken Anteil besuchter Seiten, Aktualität und Auslastung.

Das Ergebnis der Arbeit ist ein Prototyp, der für die Produktion weiterentwickelt werden kann und ein Testsystem, das mit zusätzlichen Strategien erweitert werden und mit bestehenden Strategien ver- glichen werden kann.

Zur Ansicht: https://suma-ev.de/wp-content/uploads/2020/09/Masterthesis-Final-Digital.pdf

Masterarbeit von Thomas Hardieck

„Der Einfluss themenbezogener Anzeigen auf die politische Informationssuche von Suchmaschinennutzern“ 

Die vorliegende Masterarbeit widmet sich dem Einfluss themenbezogener Anzeigen auf die politische Informationssuche von Suchmaschinennutzern. Hierfür wird untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Klickverhalten der Nutzer auf politische Anzeigen und deren Wissen über das Geschäftsmodell von Suchmaschinen gibt. Zur Überprüfung der Fragestellung wurde eine nicht – repräsentative Online – Nutzerstudie mit 559 Probanden inklusive einer Vor – und Nachbefragung in Form von Fragebögen durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie konnten keine signifikanten Einflüsse von themenbezogenen Anzeigen auf das Klickverhalten von Suchmaschinennutzern feststellen. Zudem konnte kein Zusammenhang zwischen dem Kenntnisstand der Nutzer über das Geschäftsmodell von Google und deren Klickverhalten auf politische Anzeigen ermittelt werden. Letztlich zeigten auch die untersuchte themenabhängige Wahrnehmung von Nutzern keinen Einfluss auf das Selektionsverhalten dieser. Hinsichtlich der Klickverteilung und der Bearbeitungsdauer der Selektionsaufgaben konnten jedoch Anomalien zu vorangegangenen Studien aufgezeigt werden, die einer umfangreicheren Forschung bedürfen.

Zur Ansicht: https://suma-ev.de/wp-content/uploads/2020/03/MA_Hardieck_200228.pdf

Masterarbeit von David Faber

„Auswirkungen der Richtlinie über das Urheberrecht und die verwandten Schutzrechte im digitalen Binnenmarkt auf Online-Diensteanbieter“

Die DSM-RL ist ein Eckpfeiler des ambitionierten Vorhabens der EU das Urheberrecht zu modernisieren. Die Reaktion auf neue Geschäftsmodelle, die zu einer massenhaften Nutzung von- und Zugangsvermittlung zu urheberrechtlich geschützten Inhalten im Internet beigetragen haben, ist dabei ein Quell der Bestrebungen. Denn Dienste wie YouTube, Google oder Facebook generieren ihre Wertschöpfung mittelbar über Inhalte Dritter während Urheber vor den Schwierigkeiten der Rechte- und Interessendurchsetzung im Internet stehen. Zur Schaffung eines funktionsfähigen Marktes in diesem Bereich sind in Titel IV des Richtlinienentwurfs daher Bestimmungen vorgesehen, welche der Stärkung von Rechteinhabern gegenüber Dienstanbietern dienen sollen. Bei den wohl umstrittensten dieser Vorschriften handelt es sich um das Leistungsschutzrecht von Presseverlegern, Artikel 15 DSM-RL, einerseits sowie um die Pflichten von Online-Diensteanbietern für bestimmte Nutzung von geschützten Inhalten, Artikel 17 DSM-RL, andererseits. Der Beitrag analysiert diese Vorschriften mit Blick darauf, ob und inwieweit sie dem intendierten Zweck eines Interessenausgleichs zwischen den Rechteinhabern, Dienstanbietern und nicht zuletzt Nutzern gerecht werden und gleichsam mit dem sonstigen nationalen und europäischen Recht in Einklang stehen.

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Masterarbeit von Manuel Reiter

„Personalisiserung als Ursache von Search Engine Bias: eine Untersuchung personalisierter Google-Suchergebnisse zu kontrovers diskutierten Umweltthemen“

Die Arbeit soll personalisierte Google-Ergebnisse hinsichtlich kontrovers diskutierter Umweltthemen untersuchen. 

Zur Ansicht: https://suma-ev.de/wp-content/uploads/2019/10/Reiter_Manuel_191011.pdf

Masterarbeit von Sebastian Schultheiß

„Der Einfluss des Verständnisses von Suchmaschinenwerbung auf das Rechercheverhalten am PC und am mobilen Endgerät: eine Nutzerstudie“

Diese Masterarbeit untersucht, welchen Einfluss der Kenntnisstand über Suchmaschinenwerbung auf das Rechercheverhalten am PC sowie am Smartphone ausübt. Dafür wurde ein Methodenmix aus Interview, Eye-Tracking-Experiment und Fragebogen mit 50 studentischen Probanden eingesetzt. Die Probanden verfügten über ausgeprägte Kenntnisse im Bereich der Suchmaschinenwerbung. Ihr Blick- und Klickverhalten auf Anzeigen fand somit im Bewusstsein darüber statt, dass es sich um bezahlte Ergebnisse handelte. Zukünftige Studien bieten sich insbesondere dahingehend an, das Experiment mit einem anderen Sample zu wiederholen und die in der vorliegenden Studie ermittelte bewusste Anzeigenauswahl zu untersuchen.

Zur Ansicht: http://dx.doi.org/10.13140/RG.2.2.21818.03526

Masterarbeit von Oliver Koop

„Der Einfluss von Marken auf die Klickentscheidung in Suchmaschinen: eine empirische Online-Nutzerstudie am Beispiel des Online-Ticket-Marktes in Deutschland“

Im Rahmen der Masterarbeit sollte am Beispiel des deutschen Online-Ticket-Marktes untersucht werden, inwiefern Markeneffekte das Selektionsverhalten in Suchmaschinen beeinflussen können. Dafür wurde mit insgesamt 924 Personen eine experimentelle Online-Nutzerstudie durchgeführt, in der die Probanden manipulierte Suchergebnisseiten präsentiert bekamen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein dem Positionseffekt nachgelagerter Markeneffekt existiert, abhängig von der Größe der Marke. Unterschiedliche im Experiment gebildete Nutzersegmente machen deutlich, dass dieser Effekt auch hinsichtlich der Kaufhäufigkeit, dem bisherigen Kontakt mit einer Marke sowie der Nutzererfahrung variieren kann.

Zur Ansicht: https://suma-ev.de/wp-content/uploads/2019/05/Masterarbeit_Koop.pdf

Masterarbeit von Anna Gröhn

„Explizite und implizite Theorien von Schülerinnen und Schülern über die algorithmischen Sortierprozesse von Informationsintermediären“

Plattformen wie Google, Youtube und Instagram spielen eine immer gewichtigere Rolle in den Informations- und Kommunikationspraktiken von Nutzerinnen und Nutzern, insbesondere in jüngeren Altersgruppen. Dabei setzen jene Plattformen Algorithmen ein, um zu entscheiden, was die Nutzerinnen und Nutzer an Informationen im Netz zu sehen bekommen. Die Entscheidung darüber, welche Inhalte einem/r Nutzer/in auf einer Plattform angezeigt werden, bestimmt sich nach unterschiedlichen Faktoren, zum Beispiel nach den Interessen und Präferenzen eines/r Nutzers/in oder nach der Beliebtheit eines Beitrags.

Die Studentin Anna Gröhn hat im Rahmen ihrer Abschlussarbeit im Masterstudiengang Information, Medien, Bibliothek an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg untersucht, inwieweit jugendliche Nutzerinnen und Nutzer über jene Mechanismen Bescheid wissen. Zu diesem Zweck hat sie Interviews mit Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren geführt.

Die grundlegende Frage, die sich Anna Gröhn stellte, war: Was wissen Jugendliche über die Funktionsweisen der Plattformen, die sie in ihrem digitalen Alltag nutzen? Wissen sie, warum ihnen bestimmte Videos und Kanäle auf Youtube oder Instagram immer wieder angezeigt werden? Und auf welcher Basis Google ihnen manchmal Werbung in den Suchergebnisseiten ausspielt?

Die Befragung fokussierte sich dabei auf die von den Schülerinnen und Schülern meist genutzten Plattformen: Youtube, Instagram, Snpachat, Whatsapp und Google. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die befragten Schülerinnen und Schüler ein eher grobes Verständnis von den Funktionsweisen der Plattformen aufweisen. Dennoch scheint den meisten Befragten insgesamt bewusst zu sein, dass in den von ihnen genutzten Plattformen automatisiert Inhalte sortiert und gewichtet werden.

Zur Ansicht: https://suma-ev.de/wp-content/uploads/2019/06/0._Masterthesis_Anna-Gröhn_komplett.pdf